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Zwei Monate Praktikum in Shanghai

Geschrieben von  Maik Brendler
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Shanghai, eine Stadt die fasziniert aber auch positiv erschreckt. Zumindest ging es mir so als ich in Shanghai ankam. Die Zeit die ich dort verbrachte war wunderschön und eine Erfahrung fürs Leben. Die Innenstadt von Shanghai, ein Farbenmeer aus Leuchtreklame und Lichteffekten. Die Skyline bei Nacht atemberaubend und faszinierend. Egal wo man hinsah, zahlreiche Hochhäuser ragten in verschiedensten Formen empor.

Ich fühlte mich fremd in dieser mir unbekannten Stadt, obwohl ich wusste und auch sah, dass ich nicht der einzige Fremde in dieser Stadt war. Um mich herum, eine Menge Englisch sprechender Chinesen, aber auch genug andere Fremde Menschen in dieser 16 Millionen Stadt. Nett sind Sie jedoch alle, auch wenn die Gefahr bestand, dass man von Verkäufern auf der Straße etwas angedreht bekam. Sehr erstaunt hatte mich, dass selbst fremde weiße Menschen auf der Straße grüßten und man immer ein freundliches Lächeln entgegen bekam.

Shanghai ist eine Stadt voller neuer Architekturen und zugleich eine einzige Baustelle. Sehr sehenswert waren die chinesischen Tempel und Gärten, von denen es dort etwas weniger als in anderen Städten gibt. Dafür waren diese jedoch etwas moderner gestaltet. Shanghai bietet natürlich auch Fastfood-Restaurants wie McDonalds, Starbucks und das zu Preisen wie bei uns. Übrigens ist KFC in China sehr beliebt.

Ein ganz anderes Bild zeigte sich aber in den äußeren Stadtteilen. Die wenigsten sprachen dort Englisch, man fühlte sich angestarrt und jeder Fremde machte Fotos. Das Äußere der Stadt wirkt sehr heruntergekommen und hinterließ keinen guten Eindruck. Aber sind wir ehrlich. In anderen Metropolen der Welt ist es nicht anders.

Auch meine Uni an der ich ein zweimonatiges Praktikum absolvierte war nicht die Modernste. Lediglich die Duschhäuser und das Wohnheim für die internationalen Studenten besaßen Warmwasseranschlüsse. Auch die Professoren kamen zum Duschen zu uns in die unterste Etage, da auch Sie kein warmes Wasser hatten.

Das Wasser selbst war nicht sehr geruchlos und zudem immer ein wenig bräunlich eingefärbt. Leitungswasser konnte man deshalb nur abgekocht trinken, wobei ich es vorzog mich immer mit ausreichend Trinkwasser aus den Plastikkanistern zu versorgen.

Das angebotene Essen war hingegen viel besser. Man kann es nicht mit dem deutschen Chinarestaurants vergleichen. Ein paar Spezialitäten die nicht jedermanns Geschmack sind sollte man jedoch trotzdem probiert haben. Üblich war es, dass viele kleine Schälchen auf dem Tisch standen, aus denen sich jeder mit den Fingern bediente. Neben Baozi, Jiaozi oder einfach nur Nudeln mit Gemüse und Soja-Soße zählten auch Entenfüße und Entenzunge zu diesen Spezialitäten. In Billigrestaurants konnte man aber auch Hund bestellen. Die besseren Restaurants servierten hingegen auch lebendige Krabben, welche erst vor Ort flambiert wurden. Es war also für die unterschiedlichsten Geschmäcker vorgesorgt.

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