ChinaPoint: Seit wann gibt es das Wok In in Wolfenbüttel?
ChinaPoint: Das Wok In unterscheidet sich ja deutlich von anderen chinesischen Restaurants. Warum?
ChinaPoint: … ein Aquarium im Restaurant deutet auf den Schutz der chinesischen Mafia hin…
ChinaPoint: Sie haben ein sehr großes Buffet mit rohem Gemüse, rohem Fleisch und Seafood, aus denen sich Gäste ihr Gericht frei zusammenstellen können. An einem Grill oder Wok wird dies dann vor den Augen des Gasts zubereitet. Gerade rohes mariniertes Fleisch ist für Deutsche oft noch ungewohnt, wie sind da die Reaktionen?
ChinaPoint: Ist die Live-Zubereitung nur ein Showelement oder gibt es noch einen anderen Grund?
ChinaPoint: ..und für die Gäste wird das Warten auf das Essen zum Erlebnis. Was lässt sich über die Herkunft der Gäste sagen, kommen mehr Deutsche oder Chinesen?
ChinaPoint: Wird das Konzept auch von älteren Leuten gut angenommen?
ChinaPoint: Bereiten Sie an chinesischen Feiertagen oder auf Wunsch auch besondere landestypische Gerichte?
ChinaPoint: Warum haben Sie sich für Wolfenbüttel als Standort entschieden und nicht für Braunschweig?
ChinaPoint: Wird das Wok In als Familienunternehmen betrieben?
Genau, wir arbeiten hier in einem Team von mehr als 10 Personen. Wir sind alle Chinesen. Ich möchte nicht sagen, dass andere die Arbeit nicht so gut machen könnten, aber unsere Gäste würden überrascht sein, wenn am Wok das Essen ein Franzose oder Deutsche in einem China-Restaurant zubereitet. Wenn ich Gerichte einer Nationalität esse, dann möchte ich auch von der jeweiligen Nationalität haben.
ChinaPoint: Noch eine letzte Frage zum Abschluss: ist es sinnvoll, vor einem Besuch eine Reservierung zu machen?
Herr Dong, vielen Dank
Seit März 2009.
Die Einrichtung in chinesischen Restaurants entspricht oftmals dem Stil der 80er Jahre: mit Drachen, Phönixe und Aquarium. Alles ist in rot und schwarz gehalten, das wirkt erdrückend. Einfach und schlicht, das ist bei den neueren Generationen mehr in. Dies ist mein viertes Restaurant, die anderen sind schon ähnlich eingerichtet. Außerdem sind mit dem alten Design oft negative Klischees verbunden…
…ja, zum Beispiel und dass man an den Koi-Karpfen abzählen kann, wie viel man bezahlen muss. Von solchen Klischees möchte ich mich distanzieren.
Am Anfang sind sie skeptisch, schauen sich das erstmal alles an.Aber wenn man ihnen alles vorgestellt hat, waren fast alle immer fasziniert. Bis jetzt ist es gut angekommen und der Erfolg gibt mir Recht.
Man hört ja immer wieder, dass die Küche im China-Restaurant versteckt wird und dies und jenes sich abspielt. Ich wollte von diesem schlechten Image wegkommen und die verschiedenen Arten zeigen, auf denen Speisen zubereitet werden. Wir haben nichts zu verbergen…
Ohne zu lügen: es sind rund 85% deutsche Gäste, der Rest verteilt sich auf Chinesen, Türken, Jugoslawen, Araber und viele weitere Nationalitäten.
Zum Teil. Ältere Leute sind noch die Bedienung und Service gewöhnt. Die große Mehrheit der Leute kommt jedoch wegen dem Buffet. Auch, weil es ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist. Beim Buffet kann jeder soviel essen wie er möchte und an Auswahl mangelt es auch nicht..
Früher habe ich das mal gemacht, aber der Aufwand rentiert sich nicht. Um extra wegen 10 oder 20 Personen so etwas zu machen, müsste ich vielleicht 35€ pro Person verlangen. Wolfenbüttel ist keine Touristenhochburg, ich weiß nicht, ob den Preis jemand zahlen würde. In Großstädten wie Hamburg, Berlin oder Frankfurt, ja, aber hier in der Kleinstadt bezahlt das niemand.
Ich bin ein Typ, dem es egal ist, wo er hingeht: Die Lage muss passen, das Konzept und das Objekt. Viele Faktoren kommen da zusammen.
Genau, wir arbeiten hier in einem Team von mehr als 10 Personen. Wir sind alle Chinesen. Ich möchte nicht sagen, dass andere die Arbeit nicht so gut machen könnten, aber unsere Gäste würden überrascht sein, wenn am Wok das Essen ein Franzose oder Deutsche in einem China-Restaurant zubereitet. Wenn ich Gerichte einer Nationalität esse, dann möchte ich auch von der jeweiligen Nationalität haben.Ja, unbedingt. Am Wochenende ist das notwendig. Mittags eher nicht, aber am Abend und am Wochenende unbedingt. Es kam schon vor, dass Gäste ohne Reservierung keinen Platz mehr bekamen.
